Fröhliche CD-Taufe mit dem Duo Flautastica

Ein grossartiges Publikum war im Sigristenkeller Bülach an der Party dabei!

Vor kurzem "geboren" und nun am Freitagabend feierlich "getauft", das Duo Flautastica, mit Barbara Bohnert (Klavier) und Myriam Hidber Dickinson (Querflöte). Zwei junge, charmante Berufsmusikerinnen, welche sich über die Musikschule Bülach gefunden hatten. In ihren dynamischen Auftritten spielen sie nebst klassischen Werken auch sogenannte "Ohrwürmer", aus Film und Musicals. Wesentlich zur Realisierung der CD beigetragen hat Rolf Hutter (MSB), mit seinem grossen Können und seinem studiotechnischen Know-how.

Von Albert Bachmann


Vor dem geschlossenen Vorhang herrschte eine "knisternde" Spannung, im bis fast auf den letzten Platz gefüllten, Sigristenkeller. Freunde/Innen, Angehörigen, Bekannten und Verwandten, und Musikschüler warteten gespannt auf den Auftritt der "Täuflinge". Nun galt es ernst, Bühne frei für die Sonatina KV 305 von Wolfgang Amadaeus Mozart, mit der Barbara und Myriam das Rahmenprogramm zur CD-Taufe eröffneten. Eugen Wirth, bekannt als Regisseur, von den "Spielleuten aus Seldwyla", führte auf humorvolle Weise durch den Abend. Er erklärte auch den Namen des Duos, welcher sich aus den Worten "la Flauta" die Flöte und "la tasta" die Taste zusammensetzt. Da diese zwei Musikerinnen auch noch fantastisch sind, ergab sich der Name "Flautastica"! Es würde den Rahmen dieses Berichtes sprengen, würden alle Hinweise, Anekdoten und Erklärungen zu den einzelnen Komponisten aufgeführt. Deshalb sei das Augenmerk auf das Konzertprogramm (Titel) und die eigentliche Taufe beschränkt.

Die Sonate in C-Dur von Gaëtano Donizetti, welcher 71 Opern geschrieben hatte, begann tiefsinnig und endete fröhlich. Sie zeigt in den wechselnden Klangfarben auch viel Leidenschaft. Ein wunderschönes Stück folgte, schwungvoll, einschmeichelnd und sinnlich, die Mazurka de Salon Opus 16 von Franz Doppler.

 

 

Er war ein grossartiger Flötist. Grossartig gemeistert im Vortrag durch die zwei Musikerinnen. Nun wechselte das Programm zur sogenannten Salonmusik. Mit dem Neapolitanischen Ständchen, von Gerhard Winkler, welcher mit Titeln wie „Capri Fischer, Chianti Lied“ oder „O mia bella Napoli“ Welterfolge feiern konnte, ging es weiter. Wir kommen ins Jahr 1953, wo in Brasilien Celseo Machado in Ribeiro Preto geboren wurde. Er wurde ein begnadeter und virtuoser Gittarrist. Das Duo spielte nun den Titel Pacoca (Patschotscha). Mit Maple leaf Rag von Joplin Scott konnte sich Barbara mit dem Ragtimmusiker messen. Auch der Tango op. 165, komponiert von Isaac Albéniz, welcher von Franz List seine künstlerische Weihe erhielt, wurde von den beiden virtuosen Künstlerinnen bestens gemeistert.

Die CD Taufe als Höhepunkt

Beinahe wäre Alexander Atzenweiler auf den Stufen zur Bühne gestürzt, als er besonders feierlich und würdevoll den Sekt und die Gläser brachte. Doch es war alles gut gegangen und so wurde eine CD mit dem Champagner begossen (Foto), alle freuten sich riesig, es war geschafft und das Publikum klatschte begeistert dazu. Zum Abschluss spielte das Duo noch Tico Tico, eine brasilianische Samba, von Zequinha Abreu. Dabei handelt es sich um eine Art brasilianische Kukuksuhr. Es war ein genussvoller Abend, welcher mit einem Apéro seinen würdigen Abschluss fand.
/bm