|
«Wir haben
uns immer an den Konventen der Musikschule gesehen und kennen uns
deshalb schon lange», erzählt Susanne Schaad. Auf die Idee, zusammen
ein Musikduo zu gründen, seien sie allerdings erst vor etwas mehr
als einem Jahr gekommen. Seither harmonieren die beiden Frauen als
Duo Emotion. Barbara Bohnert spielt Klavier und Susanne Schaad
Panflöte.
Dass die Zusammenarbeit gut funktioniert, zeigen die zahlreichen
Auftritte, welche die beiden haben. Vor kurzem bereicherten sie
beispielsweise eine Ausstellung in der Galerie Quattro in
Glattfelden mit ihrer Musik. «Weil wir uns dem Thema der
Ausstellung, «Zeitgenössische Kunst aus Österreich», anpassen
wollten, spielten wir unter anderem auch Stücke von Mozart und
Strauss», erzählt Barbara Bohnert.
Als Zugabe stimmte sie auf ihrem Klavier einen Walzer an, und
Susanne Schaad animierte die Zuhörer zum Tanzen, indem sie selber
mit ihrem Vater das Tanzbein schwang.
Das Spezielle hebt sich ab
«Solche Aktionen wie das spontane Walzertanzen kommen beim Publikum
sehr gut an», sagt Schaad. Sie liessen sich deshalb immer spezielle
Sachen einfallen, damit die Zuhörer nicht nur konsumieren, sondern
aktiv an der musikalischen Unterhaltung teilnehmen könnten.
Auffallend ist zudem, dass die beiden immer in eleganten Kleidern
auftreten. «Das Auge schaut eben auch mit, wir wollen die Emotionen
in allen Bereichen vermitteln, deswegen treten wir auch in schönen
Kleidern auf», begründet Schaad die Kleiderwahl. «Denn das Spezielle
hebt sich von den 08/15-Auftritten ab und bleibt den Zuhörern viel
länger in Erinnerung.» Sie nimmt deshalb auch oft verschiedene
Panflöten, zum Beispiel solche aus Glas, an Konzerte mit, oder geht
während des Spielens herum, damit sie den Leuten etwas Abwechslung
bieten kann.
Für ihre grosse Leidenschaft investieren die beiden 36-Jährigen viel Zeit.
«Wir üben schon sehr viel zusammen, manchmal zwei- oder dreimal pro
Woche oder intensiv einen ganzen Sonntag lang», sagt Bohnert. Die
Familie sei zum Glück sehr verständnisvoll, sonst wäre dieser
zeitliche Aufwand nicht möglich. «Vor allem in der Weihnachtszeit
sind wir meistens ganze Wochenenden unterwegs, da ist es schon
wichtig, dass die Familie nicht darunter leidet», ergänzt Schaad.
Am letzten Samstag begannen die beiden ihre erste CD aufzunehmen.
Susanne Schaad hat bei sich zu Hause ein kleines Studio
eingerichtet, in dem professionelle Aufnahmen möglich sind. Weil ihr
Mann Techniker ist, verfügen sie zudem über einen Fachmann auf
diesem Gebiet. Für weitere Aufnahmen und auch für die Zukunft haben die
beiden klare Vorstellungen und Ziele: «Wir möchten gerne weitere
CDs aufnehmen und wir freuen uns auf viele spannende Konzerte.» |