http://www.nbt.ch/2000/Text-260900.htm |
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| Musikschule Bülach hat einen neuen Flügel | |
| Faszinierender musikalischer Auftakt zur Einweihung be. | |
Im Forum Schwerzgrueb in Bülach wurde am Sonntagabend die neueste Errungenschaft der Musikschule Bülach von virtuosen Pianistinnen-Händen eingeweiht. Wie Wolfgang Reitz, Leiter der Musikschule erklärte, konnte die äusserst kostspielige, aber auch dringend nötige Anschaffung eines Flügels dank günstigen Umständen realisiert werden. Zum einen gelang es, einen Yamaha-Occasion-Flügel zu finden, der in edlem Schwarz glänzend Musikerherzen höher schlagen lässt und zweitens konnten so gute Zahlungskonditionen ausgehandelt werden, dass die Finanzverantwortlichen der Musikschule trotz dieser Investition noch ruhig schlafen können.
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Regina Bosshard unterrichtet an der Musikschule Klavier und sie wollte ihre Freude über den Gewinn dieses Flügels gerne mit einem interessierten Publikum teilen und kam auf die Idee, den Flügel mit einem Konzert einzuweihen. Sie suchte unter den Klavierlehrkräften nach Unterstützung und wurde fündig. Kollegin Barbara Bohnert liess sich von dem Gedanken inspirieren und was dabei herauskam, dürfte bei den rund 60 Konzertbesuchern noch lange in bester Erinnerung bleiben. Der Flügel des Schulhauses Schwerzgrueb wurde dazugenommen und so gelangten Werke für vier Hände und zwei Klaviere zur Aufführung. Die beiden engagierten, begabten und kreativen Künstlerinnen traten zum ersten Mal zusammen auf, aber wie sie glücklicherweise nach der gelungenen Premiere versicherten, nicht zum letzten Mal!
Leichte, abwechslungsreiche Unterhaltung Im schwarzen Frack erschienen die beiden Damen zu ihrem Auftritt und vermochten die Gästen nicht nur in musikalischer Hinsicht zu begeistern. Mit treffenden, humorvollen Sketchs führten sie gleich selber durch das Programm. Rote Luftballonherzen waren von "Gratulanten" eingetroffen, die leider nicht selbst anwesend sein konnten, aber zumindest wurde von ihnen jeweils ein Stück aufgeführt. So zum Beispiel von W.A. Mozart ein liebliches Andante in D-Dur für vier Hände oder von C. Gurrlit ein fröhliches, spritziges Opus in C-Dur für zwei Klaviere. Von Robert Schumann folgte ein Stück zum "nachplappern" auf dem zweiten Klavier. Von W.A. Mozart war auf einer Glückwunschkarte ein weiteres Stück eingetroffen, Fantasia in D-Moll, aber nur für ein Klavier und zwei Hände geschrieben. Für die beiden Pianistinnen kein Problem, sie setzten sich an "ihre" Flügel und spielten ganz hervorragendes Ping-Pong mit den Tönen. Die Begeisterung beim Publikum war gross und Wolfgang Reitz fasste die hervorragende Leistung folgendermassen zusammen: "Ich wünsche den beiden Herren Yamaha und Ibach (gemeint waren die beiden Flügel), dass sie bald wieder eine so gute, feine und professionelle Behandlung erfahren wie heute Abend." |