
Jonathan Girsberger hat Vertrauen zu Gabriela Winkler, er würde sie in
den Nationalrat wählen! (Bild: nn)
von
Albert Bachmann
Gabriela Winkler ist vielseitig aktiv im Kantonsrat. Sie präsidiert
die FDP-Energiekommission, ist Präsidentin des Bezirksgewerbeverbandes
Dielsdorf, selbständige Unternehmerin, Kommunikationsberaterin, Autorin
und Mutter von zwei Jugendlichen in Ausbildung.
Den etwas anderen Wahlkampf startete die Nationalratskandidatin für die
FDP, ihrem Naturell entsprechend, in der Nähe zu den Bürgerinnen und
Bürgern an historischer Stätte im Schloss Greifensee. Im Rahmen eines
klassischen Konzertes mit dem «Duo Flautastica», (Barbara Bohnert,
Klavier und Myriam Hidber, Querflöte) zeigte Gabriela Winkler den
anwesenden Gästen auch ihre Liebe zur Musik und Kultur. Esther
Girsberger, Publizistin, Zürich, stellte die Fragen zur Kandidatur, den
politischen Zielen, dem Demokratieverständnis und dem Verständnis für
die Sorgen und Ängste der Bevölkerung im Zürcher Unterland.
«Warum ich kandidiere»
«Weil ich eigene Massstäbe setzen möchte und meine Erfahrung und
Sachkenntnis in der Wirtschafts-, Sozial- und Gesellschaftspolitik im
Nationalrat einbringen möchte», so Gabriela Winkler. «Ich kämpfe für
mehr Freiraum zur Lebensgestaltung und einer wirksamen Entlastung des
Mittelstandes (auch KMU), weniger Bürokratie, der Abschaffung von
unnötigen Auflagen, eine massvolle Steuerpolitik, für die
Chancengleichheit für Frau und Mann in Beruf, Familie, aber auch für
eine ökonomisch und ökologisch vernünftige Luftverkehrspolitik und mehr
Verständnis für die echten Anliegen der Zürcher Unterländer.»
Esther Girsberger hakte ein bei der Aussage «Damit die Starken stark
bleiben können und die Schwachen nicht weiter geschwächt werden» und
meinte, im Nationalrat würde Gabriela Winkler eine knallharte
Wirtschaftspolitik betreiben. Was soll geschehen, damit die Schwachen
nicht weiter geschwächt werden? Gabriela Winkler anwortete: «Wer
fleissig ist, soll auch belohnt und nicht mit überdurchschnittlicher
Umverteilung bestraft werden. Bedenken Sie, dass von 4 Prozent der
Steuerpflichtigen 40 Prozent des gesamten Steueraufkommens geleistet
wird. Sie haben ein Anrecht darauf, dass ihre Belastung nicht ins
Endlose steigt.» Die Rahmenbedingungen müssten so sein, dass alle ihre
eigenen Möglichkeiten und Fähigkeiten ausschöpfen könnten. Bei den
Sozialhilfeempfängern müsse alles unternommen werden, dass sie rasch
wieder integriert werden können, so die Kandidatin. «Ein Leben lang
abhängig zu sein, führt zum Verlust der Selbstachtung.» Ein Herz für
sozial Schwache zu haben, bedeute, sie im Rahmen ihrer Möglichkeiten
selbständig zu halten und auf Anreize zum Verbleiben in der Sozialhilfe
konsequent zu verzichten. Notlagen müssten überbrückt werden — «rasch
und unbürokratisch, auf Härtefälle ist flexibel zu reagieren». Der Staat
müsse auch unter veränderten gesellschaftlichen Bedingungen die
Voraussetzung für die Vereinbarkeit von Elternschaft und Beruf
sicherstellen durch Anpassungen im Vorschul- und Schulgesetz, aber auch
bei den Steuern und der Sozialversicherung.
Für eine Mutterschaftsversicherung tritt die Unternehmerin ein, weil sie
Chancengleichheit für Arbeitgebende von Frauen und Männern einfordert.
Die Alternative bestünde in der Abschaffung der Erwerbsersatzordnung und
in der Aufhebung des Verfassungsartikels von 1945, so die Darstellung
der Nationalrats-Kandidatin im Gespräch mit Esther Girsberger.
Das anschliessende Konzert mit Stücken von Rossini, Mozart und Donizetti
begeisterte die Anwesenden. Beim Apéro im Schlossgarten stellte sich
Gabriela Winkler auch den direkten Fragen.
| Weitere Auftritte der Kandidatin unter www.gabriela-winkler.ch |
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