Samstag, 30. August 2003

Eine Nationalrats-Wahlveranstaltung der besonderen Art auf Schloss Greifensee
Gabriela Winkler: Eigene Massstäbe setzen
 
Nänikon/Greifensee — Im Rahmen der FDP Wahlkampfveranstaltungen für die National- und Ständeratswahlen vom 19. Oktober hat sich Kantonsrätin Gabriela Winkler aus Oberglatt am Donnerstagabend zusammen mit dem Duo Flautastica auf Schloss Greifensee der Oeffentlichkeit vorgestellt.
 

Jonathan Girsberger hat Vertrauen zu Gabriela Winkler, er würde sie in den Nationalrat wählen! (Bild: nn)


  von Albert Bachmann

Gabriela Winkler ist vielseitig aktiv im Kantonsrat. Sie präsidiert die FDP-Energiekommission, ist Präsidentin des Bezirksgewerbeverbandes Dielsdorf, selbständige Unternehmerin, Kommunikationsberaterin, Autorin und Mutter von zwei Jugendlichen in Ausbildung.

Den etwas anderen Wahlkampf startete die Nationalratskandidatin für die FDP, ihrem Naturell entsprechend, in der Nähe zu den Bürgerinnen und Bürgern an historischer Stätte im Schloss Greifensee. Im Rahmen eines klassischen Konzertes mit dem «Duo Flautastica», (Barbara Bohnert, Klavier und Myriam Hidber, Querflöte) zeigte Gabriela Winkler den anwesenden Gästen auch ihre Liebe zur Musik und Kultur. Esther Girsberger, Publizistin, Zürich, stellte die Fragen zur Kandidatur, den politischen Zielen, dem Demokratieverständnis und dem Verständnis für die Sorgen und Ängste der Bevölkerung im Zürcher Unterland.

«Warum ich kandidiere»

«Weil ich eigene Massstäbe setzen möchte und meine Erfahrung und Sachkenntnis in der Wirtschafts-, Sozial- und Gesellschaftspolitik im Nationalrat einbringen möchte», so Gabriela Winkler. «Ich kämpfe für mehr Freiraum zur Lebensgestaltung und einer wirksamen Entlastung des Mittelstandes (auch KMU), weniger Bürokratie, der Abschaffung von unnötigen Auflagen, eine massvolle Steuerpolitik, für die Chancengleichheit für Frau und Mann in Beruf, Familie, aber auch für eine ökonomisch und ökologisch vernünftige Luftverkehrspolitik und mehr Verständnis für die echten Anliegen der Zürcher Unterländer.»

Esther Girsberger hakte ein bei der Aussage «Damit die Starken stark bleiben können und die Schwachen nicht weiter geschwächt werden» und meinte, im Nationalrat würde Gabriela Winkler eine knallharte Wirtschaftspolitik betreiben. Was soll geschehen, damit die Schwachen nicht weiter geschwächt werden? Gabriela Winkler anwortete: «Wer fleissig ist, soll auch belohnt und nicht mit überdurchschnittlicher Umverteilung bestraft werden. Bedenken Sie, dass von 4 Prozent der Steuerpflichtigen 40 Prozent des gesamten Steueraufkommens geleistet wird. Sie haben ein Anrecht darauf, dass ihre Belastung nicht ins Endlose steigt.» Die Rahmenbedingungen müssten so sein, dass alle ihre eigenen Möglichkeiten und Fähigkeiten ausschöpfen könnten. Bei den Sozialhilfeempfängern müsse alles unternommen werden, dass sie rasch wieder integriert werden können, so die Kandidatin. «Ein Leben lang abhängig zu sein, führt zum Verlust der Selbstachtung.» Ein Herz für sozial Schwache zu haben, bedeute, sie im Rahmen ihrer Möglichkeiten selbständig zu halten und auf Anreize zum Verbleiben in der Sozialhilfe konsequent zu verzichten. Notlagen müssten überbrückt werden — «rasch und unbürokratisch, auf Härtefälle ist flexibel zu reagieren». Der Staat müsse auch unter veränderten gesellschaftlichen Bedingungen die Voraussetzung für die Vereinbarkeit von Elternschaft und Beruf sicherstellen durch Anpassungen im Vorschul- und Schulgesetz, aber auch bei den Steuern und der Sozialversicherung.

Für eine Mutterschaftsversicherung tritt die Unternehmerin ein, weil sie Chancengleichheit für Arbeitgebende von Frauen und Männern einfordert. Die Alternative bestünde in der Abschaffung der Erwerbsersatzordnung und in der Aufhebung des Verfassungsartikels von 1945, so die Darstellung der Nationalrats-Kandidatin im Gespräch mit Esther Girsberger.

Das anschliessende Konzert mit Stücken von Rossini, Mozart und Donizetti begeisterte die Anwesenden. Beim Apéro im Schlossgarten stellte sich Gabriela Winkler auch den direkten Fragen.

 
Weitere Auftritte der Kandidatin unter www.gabriela-winkler.ch



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